Arbeitskreis Zahngesundheit Westfalen-Lippe

in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe

Studienseminar Primarstufe 2015

 

10. Dezember: Thementag Gesundheit am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung 

 

Schule ist ein Ort des Lernens, aber auch des Lebens. Der Schulalltag lebt in Veränderung und Anpassung an gesellschaftliche Bedingungen. Hier sind nur die Stichworte Ganztagsbetreuung, Inklusion und Integration zu nennen. Damit aus der Schule gesunde und leistungsstarke Kinder hervorgehen, bedarf es gesunder Lehrerinnen und Lehrer sowie einem gestärktem Umfeld.

 

Gesundheitsförderung in der Grundschule bedeutet, Kinder physisch und psychisch zu stärken, damit sie zu gesunden Persönlichkeiten heranwachsen. Unter dem Leitspruch von Arthur Schoppenhauer (1788-1860) "Gesundheit ist gewiss nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts", fand in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Zahngesundheit dieser Thementag statt.

 

Die angehenden Pädagogen hatten die Möglichkeit ihre eigenen Kompetenzen zu erweitern und außerschulische Kooperationspartner zur Unterstützung gesundheitsfördernder Aktivitäten kennen zu lernen. 

 

Im Eingangsvortrag "Entwicklung im Grundschulalter - Startbedingungen, Stolpersteine, Stützpunkte" referierte Dr. Holger Petri, Chefarzt des Sozialpsychatrischen Zentrums der DRK-Kinderklinik, zu unterschiedlichen Entwicklungsbeeinträchtigungen bei Kindern, den damit verknüpften Herausforderungen im Schulalltag sowie zu Untersuchungsmöglichkeiten und gezielten Förderungen in und außerhalb der Schule. 

 

Anschließend konnten die Referendarinnen und Referendare zwei weitere Themen aus dem Workshop-Katalog auswählen:

 

Heike Lobpreis zeigte die Bedeutung einer "Gesunden Stimme im Lehreralltag". Hierbei ging es um Techniken und Methoden, um die Kinder aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbinden zu können. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmer Tipps zur um die Schonung der eigenen Stimme. 

 

"Kinder stärken, damit sie weder Täter noch Opfer werden" Peter Ginsberg, Kriminalkommissar a.D., gab Hintergrundinformationen und praktische Hilfen wie alle an der Erziehung von Kindern Beteiligte auf Kinder achten und sie unterstützen können.

 

Kirsten Schreiber und Cornelia Rohleder, Physiotherapeutische Praxis Bellebaum & Gerlach, stellten in ihrem Workshop "LifeKinetik" durch einfache, aber teilweise ungewöhnliche Bewegungsabläufe und Koordinationsübungen dar, wie unser Gehirn sich aktivieren lässt, um aufnahme- und lernbereiter zu sein. 

 

Im Workshop "ADHS-Update" erläuterte Dipl. Psychologe Reinhard Semmerling aktuelle Erkenntnisse über Erklärungsansätze und Therapiemöglichkeiten von ADHS. 

 

Michael Kasterke, Intensivpädagoge, referierte im Workshop "Burnout" wie Lehrerinnen und Lehrer Stressoren im Alltag erkennen, Stress bewältigen und durch die Stärkung ihrer eigenen Ressourcen gesund bleiben können.

 

Während der Mittagspause stand für alle Seminarteilnehmer der Markt der Möglichkeiten mit Medien, Programmen und Ausstellungen zur Gesundheitserziehung in Grundschulen offen. Heike Bellebaum stellte das Programm "Klasse 2000" vor. Hildegard Hansmann-Machula, vom Verband der Deutschen Landfrauen, konnte den Teilnehmern umfangreiches Informations- und Unterrichtsmaterial mit an die Hand geben. Beide Fachfrauen unterstützen durch Unterrichtsbesuche die Gesundheitsbildung an Grundschulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe. Ergänzend dazu zeigte der Arbeitskreis Zahngesundheit seine Programme zur Aktion Mundhygiene, Ernährungsprophylaxe und das Zähneputzen im Offenen Ganztag. 

 

Der Intensivpädagoge Michael Kasterke beendete den Aktionstag mit einem Abschlussvortrag über das Thema "Resilienz". Resilienz beschreibt die Fähigkeit mit Veränderungen umgehen zu können. Da Kinder ihre seelisch-emotionalen Belastungen mit in den Unterricht bringen, ist es wichtig Verhaltensmuster zu erkennen, sie zu verstehen und darüber hinaus Kinder konkret in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu stärken. So helfen wir ihnen eine Brücke in die Zukunft zu bauen.

 

Dieser anregungsreiche Thementag setzte Impulse zur Vernetzung von Schule mit regionalen Institutionen und Kooperationspartnern. Dies ist ein Lösungsansatz zur Bewältigung von Herausforderungen im Schulalltag.